Mackes Interesse an der Kunst wurde schon früh dadurch geweckt, dass sein Vater alte Stiche und Landschaftsbilder sammelte.1902 malte er seine ersten Aquarelle, Tiere, Landschaften und Porträts. Zwei Jahre später entstand sein erstes Skizzenbuch. In Basel lernte Macke Werke einzelner Impressionisten kennen und in den folgenden Bildern verarbeitete er diese Eindrücke. Während seines ersten Paris-Aufenthalts schuf er zahlreiche Bilder aus der Seine-Metropole, Einflüsse von Manet und Toulouse-Lautrec waren erkennbar. Von 1904 bis 1906 besuchte er die Akademie in Düsseldorf. Die Malerei von Matisse beeindruckte ihn ebenfalls sehr, 1907 lernte er ihn während eines weiteren Paris-Aufenthalts kennen. Macke erhielt dann in Berlin eine kurze Ausbildung bei Lovis Corinth, es entstanden weitere Skizzenbücher mit Motiven aus Theater und Cafés, Menschen der Stadt. Ab 1909 kam Macke mit zahlreichen weiteren Künstlern in Kontakt. 1910 zog er mit seiner Frau an den Tegernsee. Es entstanden dort zahlreiche Entwürfe, die später als Vorlagen für Gemälde dienten. Seine Motive waren weiterhin die Menschen, die Landschaft und Stillleben. Hier entstanden auch Pastelle, die Einflüsse Cézannes zeigen. Die stete Auseinandersetzung mit den französischen Impressionisten führte Macke schließlich zu einem eigenständigen Stil seiner Bilder. Mit Franz Mark verband ihn eine enge Freundschaft, mit Kandinsky, Kubin und Marc bildete Macke die Künstlergemeinschaft Der Blaue Reiter. Im Rahmen einer Ausstellung des Blauen Reiter stellte Macke drei seiner Werke 1911 in München aus. Im Februar 1911 zog Macke mit seiner Ehefrau wieder nach Bonn. In dem Haus an der Bornheimer Straße, in welchem sich heute das Museum August-Macke-Haus befindet, entstand der größte Teil seines Werkes. Eine weitere Freundschaft mit dem Franzosen Robert Delaunay brachte ihn in Kontakt mit der abstrakten Malerei. 1913 zog Macke in die Schweiz, wo eine produktive Schaffensperiode begann. Seine Arbeiten zeigen die Einflüsse vieler Künstler, während seine Motive vorwiegend den Bereichen Mensch und Natur entstammen. Während einer kurzen Tunis-Reise nach Nordafrika, gemeinsam mit Klee und Molliet, entstanden zahlreiche beeindruckende Aquarelle. Sein letztes Bild Der Abschied in düsteren Farben schien prophetisch zu sein, denn 1914 wurde er zum Kriegsdienst eingezogen und in einem Gefecht erschossen.
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