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Käthe Kollwitz

1867 Königsberg - 1945 Dresden

1867-85 verlebte Käthe Schmidt ihre Kindheit in Königsberg. Ab 1881 erhielt sie Unterricht bei dem Kupferstecher Rudolf Mauer und Kunstunterricht bei dem Maler Gustav Naujok. 1885/86 besuchte sie die Zeichenschule des Vereins der Berliner Künstlerinnen bei Karl Stauffer-Bern und machte Bekanntschaft mit Gerhart Hauptmann und Arno Holz.

1886 kehrte sie zurück nach Königsberg und erhielt Unterricht bei Emil Neide und darauffolgend bis 1888/89 studierte sie in München bei Ludwig Herterich.

Nach ihrem Studium in Berlin heiratete sie 1891 den Arzt Dr. Karl Kollwitz, zog mit ihm in einen Berliner Arbeiterbezirk, den Ortsteil Prenzlauer Berg in ein Eckhaus in der damaligen Weißenburger Straße direkt am damaligen Wörther Platz (Straße und Platz sind seit 1947 nach ihr benannt). 1892 gebar sie Sohn Hans, 1896 Sohn Peter, der 1914 in Flandern fiel. Dieser Verlust brachte sie in Kontakt mit dem Pazifismus und auch mit Sozialisten. 1898-1902/03 unterrichtete sie an der Berliner Künstlerinnenschule. 1910 begann sie mit der Bildhauerei mit einem Stil, der dem Ernst Barlachs verwandt ist. Käthe Kollwitz verband eine enge Freundschaft mit dem Berliner Maler Otto Nagel.

Nach der Ermordung Karl Liebknechts widmete sie ihm einen Holzschnitt. Ihrer Meinung nach hatte Kunst die Aufgabe, die sozialen Bedingungen darzustellen.

Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten wurde Kollwitz aus der Preußischen Akademie der Künste ausgeschlossen und ihres Amtes als Leiterin der Meisterklasse für Grafik enthoben. Im Jahr 1936 wurden die Exponate der Künstlerin aus der Berliner Akademieausstellung entfernt, was einem Ausstellungsverbot gleichkam. Während des zweiten Weltkrieges lebte Käthe Kollwitz eine Zeit auf Schloss Bischofstein in Lengenfeld unterm Stein. Nach dem Krieg wurde auf dem Dachboden eine vergessene Kiste mit (verschollen geglaubten) Grafiken gefunden. Käthe Kollwitz starb am 22. April 1945, wenige Tage vor dem Ende des Krieges in Moritzburg bei Dresden.

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