1893 26. Juli: Georg Gross wurde in Berlin als Sohn eines Gastwirts geboren.
1909 Aufnahme an der Königlichen Kunstakademie Dresden.
1912-1917 Er besuchte mit Unterbrechungen die Kunstgewerbeschule in Berlin als Schüler von Emil Orlik (1870-1932).
1914 Um der allgemeinen Einberufung aufgrund der Wehrpflicht zuvorzukommen, meldete er sich bei Ausbruch des Ersten Weltkriegs als Freiwilliger bei einem Grenadier-Regiment in Berlin.
1916 Änderte er seinen Namen: George Grosz. Mit der Veröffentlichung von Zeichnungen in der Monatsschrift „Neue Jugend“ und in Theodor Däublers (1876-1934) literarischem Magazin „Die weissen Blätter“ wird Grosz in der Kunstszene bekannt.
1917 4. Januar: Grosz wird als Landsturmpflichtiger erneut eingezogen. 20. Mai: Nach Aufenthalten in einem Lazarett für Schwerverletzte und einer Nervenheilanstalt wird er als dauernd kriegsunbrauchbar entlassen.
1919 Verhaftung während des Spartakusaufstands. Aufgrund eines falschen Ausweises konnte er jedoch entkommen und untertauchen. Grosz wurde Mitglied der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD).
1920 Heirate Eva Peter, Grosz entwickelte sich zum Chronisten und Kritiker seiner Zeit.
1921 Anklage und Verurteilung zu einer Geldstrafe von 300 Mark wegen Beleidigung der Reichswehr. Das Gericht verfügte ferner die Vernichtung der Mappe „Gott mit uns“.
1922 Fünfmonatige Rußlandreise mit Martin Andersen Nexö (1869-1954). Treffen mit Wladimir I. Lenin und Leo D. Trotzki.
1923 Die Erfahrungen in Rußland bestärkten ihn in seinem Mißtrauen gegen jede Form der diktatorischen Obrigkeit und veranlassten ihn zum Austritt aus der KPD.
1924 Grosz und weitere sieben Küstler gaben die Mappe „Hunger“ zugunsten der „Internationalen Hungerhife“ heraus.
1926 Zusammen mit Maximilian Harden, Max Pechstein und Erwin Piscator gründete Grosz den „Club 1926 e.V.“, eine Gesellschaft für Politik, Wissenschaft und Kunst.
1932 Mehrmonatiger Aufenthalt in New York.
1933 12. Januar: Grosz emigrierte nach New York. Gleich nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten werden seine Wohnung und sein Atelier gestürmt.
1937 Die Nationalsozialisten diffamierten Grosz’ Werke als „entartete Kunst“ und beschlagnahmten 285 von ihnen aus deutschen Museen. Seine Bilder wurden in der Ausstellung „Entartete Kunst“ gezeigt.
1941 Das Museum of Modern Art, New York, präsentierte eine Grosz-Retrospektive.
1945 Beteiligung an der Ausstellung „Painting in the United States 1945“ in Pittsburgh, auf der 350 Gemälde von 350 Künstlern gezeigt werden. Grosz leidet unter depressiven Stimmungen, die zunehmenden Alkoholkonsum zur Folge haben.
1947-1953 Mehrere Ausstellungen in amerikanischen Museen.
1954 Grosz wurde Mitglied der hochangesehenen „American Academy of Arts and Letters“.
1959 5. Juli: George Grosz verstarb Grosz kurz nach der Übersiedlung nach Berlin.
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